Das rote Kreuz in der Steinwand bei Pielach

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Ein vorzeitiger Frühlingstag gab uns die Gelegenheit das weithin unbekannte, aber sehr interessante rote Kreuz (angebracht auf einem monumentalen Stein) in der Steinwand bei Pielach zu besuchen. Obwohl viele Spaziergänger, wenn sie den richtigen Weg wählen, wenn sie von der Pielachmündung entlang der Steinwand nach Pielach gehen, das rote Kreuz passieren, ist die dahinter liegende Historie dieses Kreuzes weitgehend verborgen.

roteskreuzvorneklein.jpg

Mehr Aufsehen und Rätselraten bei Spaziergängern erweckt die davor aufgestellte Installation, die manche wohl deplatziert finden, aber sich auch mittlerweile daran gewöhnt haben. Es handelt sich um ein mittlerweile teilweise demoliertes Objekt der Künstlergruppe K.U.SCH. (Krätschmer und Schwarzenberger) mit dem Namen Pforte. Eine weitaus ältere Geschichte hat das rote Kreuz zu erzählen, wie auch das Melker Stadtbuch berichtet:

„[…]1467 wird als Fischweidegrenze der mit einem Kreuz versehene „Gemarkungsstein“ bei der „alten Wüer“ angegeben. Ausnehmungen an der Oberseite des Steinblocks haben zur Vermutung Anlass gegeben, dass dieser als Opferstein gedient haben soll. Überlieferungen über weitere ehemalige Steinsetzungen sollen dies bestätigt haben. Das auch als sogenanntes „Rotes Kreuz“ angesprochene Steinzeichen soll an besonderen Schwerlinien liegen.

Jedenfalls war es ein Grenzzeichen zwischen den Herrschaften Melk, Pielach und Schönbühel. Die heute noch verwendete Bezeichnung „Russenstein“ hat ihren Grund nicht in der Besatzungszeit nach 1945, sondern im Umstand, das 1805 russische Truppen hier im Raum Wachberg-Spielberg Lager bezogen haben. […]“

Weitere Ansichten des roten Kreuzes in der Steinwand in der Nähe von Pielach:

roteskreuzhinten.jpgroteskreuzsteinwand.jpglochbohrung.jpg

Quelle: „Stadtbuch Melk“ von Gerhard Flossmann et at., ISBN: 3-9500896-0-8
Sie können beide Teile des Melker Stadtbuches sowie andere Publikationen des Kulturvereins Melk bequem hier bestellen.

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