Restauration des letzten vom Verfall bewahrten Kalkofens im Dunkelsteinerwald

Wenn man heutzutage von einem beinahe unbekannten und fast ausgestorbenen Gewerbe spricht, dann ist möglicherweise von der Fassbinderei oder von der Wagnerei die Rede. Ein in den Erinnerungen noch weniger präsentes Berufsbild ist das des Kalkbrenners. Aufgrund der raschen Veränderung der Techniken beim Bau ist diese Tätigkeit weitgehend in Vergessenheit geraten. Die Reste der sogenannten Kalköfen sind die einzigen Zeugen dieses Gewerbes. Die Öfen wurden fast immer unmittelbar bei einem geeigneten Marmor-Vorkommen errichtet - wie dies auch in Heitzing (in der Nähe von Gerolding) der Fall ist. Wir haben uns auf den Weg gemacht und die Dorfgemeinschaft an diesem sonnigen Samstag besucht um einen kurzen Zwischenbericht von den Restaurationsarbeiten abzugeben. Sehen Sie hier unsere ersten Eindrücke.

Die Dorfgemeinschaft hat dabei auch ein ehrgeiziges Ziel: Nach vier Jahren Arbeit soll am 20. und 21. September 2008 die Fertigstellung des “Donabauer”-Kalkofens in Heitzing mit einem großen Fest gefeiert werden. Ausgerüstet mit Schautafeln soll der Ofen ein Ausflugspunkt für Wanderer werden. Wir werden natürlich auch darüber berichten und wünschen der Dorfgemeinschaft viel Erfolg.

In unseren Breiten hat sich der Kulturgeologe Andreas Thinschmidt von österreichischen Archäologiebund mit dem Thema befasst und folgende Informationen darüber sind online verfügbar. Einerseits eine Abhandlung über die Geschichte der Kalkbrennerei und andererseits eine Liste aller Kalköfen im Dunkelsteinerwald. Der Dorfverein Gerolding verfügt auf seiner Webseite über ein Interview mit einem der letzen Kalkbrenner der Region, nämlich Herrn Anton Donabauer, nach dessen Familie dieser Kalkofen auch benannt ist.

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